Der erste Film: Ilford HP5+

Abenteuer Analogfotografie Teil 2

Der erste Film: Ilford HP5+

Nachdem ich mit verschiedenen Programmen meinen digitalen Bildern einen analogen Look verpaßt hatte, wollte ich es jetzt richtig wissen. Nach einiger Recherche habe ich mir meine erste analoge Kamera besorgt – eine Praktica BX 20 mit den Brennweiten 28mm f2,8; 50mm f1,8 sowie 135mm f2,8.

Welchen Film ich als erstes verwenden wollte, war mir sehr schnell klar. Ein Ilford HP5+ (ISO 400) sollte es sein. Den fand ich schon in der Simulation gut.

Nachdem ich dann soweit startklar war, zeigte sich das Wetter leider oft nicht von der besten Seite. Trübe, grau und dunkel…oft so dunkel, dass ich Mühe hatte, mit ISO 400 aus der Hand zu fotografieren. Außerdem war mir immer bewußt, dass es nur 36 Aufnahmen waren, die mir zur Verfügung standen. Und jede einzelne davon kostet mich etwas. Da überlegt man bei jedem Bild genau, ob man es macht oder nicht. Und so hat es dann doch einige Zeit gedauert, bis der Film voll war.

Was ich mir bis dahin nicht so genau überlegt hatte, waren die Einzelheiten der Entwicklung. Selbst entwickeln wollte ich nicht, das nötige Zubehör und Wissen war auch nicht vorhanden. Aber ich wußte, dass man bei Rossmann noch Filme entwickeln lassen konnte. Also Film eingetütet, angekreuzt dass ich auch die Dateien auf einer CD haben möchte und alles abgegeben.

Die Aufregung war natürlich groß und die Ungeduld ebenso.

Ungefähr 2 Wochen und ca. 10-12 Euro später hielt ich die fertigen Bilder in der Hand. Ich habe es natürlich nicht bis zu Hause ausgehalten und habe mir noch auf dem Flur des Einkaufscentrums die Bilder angesehen. So ungefähr muß es sich früher als Kind angefühlt haben, wenn man seine Geburtstagsgeschenke ausgepackt hatte…

Das Ergebnis ist zwar sicher nicht perfekt, aber es sind doch einige Bilder dabei, die mir gefallen. Die Kontraste und die Körnigkeit des Ilford HP5+ sind mir schon sehr positiv bei Silver Effex 2 aufgefallen. Und das Original hat meine Erwartungen nicht enttäuscht.

Ob das Ergebnis vielleicht noch besser wäre, wenn ich den Film woanders zum entwickeln eingeschickt hätte, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Aber zu vermuten ist es. Und die Qualität der Scans wäre ganz sicher besser.

Die Bilder hier im Beitrag sind alle in Helligkeit und Kontrast genau so, wie sie auf der CD von Rossmann sind. Nur bei einem oder zwei Bildern habe ich ein klein wenig die stürzenden Linien in Lightroom korrigiert.

Fazit

Den Ilford HP5+ habe ich ganz sicher nicht zum letzten Mal verwendet. Aber ich werde mir noch andere Fotolabore suchen und s/w Filme in Zukunft auch selbst entwickeln.


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